Nintendo Wii und HD-Fernseher.

Die Spielekonsole Wii von Nintendo hat eng umfasste technische Grenzen, was mit Sicherheit auch den attraktiven Preis ausmacht. Eine sehr unangenehme Grenze ist die Bildqualität auf HD-Fernsehern und besonders auf Full-HD-Gerätschaften jenseits der 40 Zoll – da sieht das Bild, das mit dem normalen, mitgelieferten Kabel per FBAS zum Fernseher geliefert wird, schlicht beschissen aus. FBAS ist zwar auch das, was die PS3 (und auch die PS2 und die PSX) standardmäßig mit dem mitgelieferten Kabel an einen Fernseher transportiert, fernsehtechnisch ist FBAS jedoch ein Relikt aus alter Fernsehsteinzeit.

Mit einem SCART-Anschluss (der seit je her nun mal leider nur in Europa weit verbreitet ist) lässt sich zumindest passabel ein RGB-Signal übertragen, also die Farbsignale auf getrennten Signalwegen, was sich sofort in einem erheblich besseren Bild wiederspiegelt. Das jedoch gibts bei den meisten Spielekonsolen nur mit einem mitgelieferten Adapter und auch dieser Adapter ist eine Mogelpackung, weil er nur das FBAS-Signal auf den SCART-Anschluss ummodelt.

Für den Anschluss einer Wii an einen HD-Fernseher ist übrigens auch RGB nicht wirklich viel besser, weil RGB nur mit dem klassischen Fernsehsignal klarkommt. Wird die Wii mit einem Komponentenkabel an einen HD-Fernseher angeschlossen, steht in den Bildoptionen der Wii neben den 576-Zeilen-Einstellungen auch noch eine 480p-Einstellung zur Verfügung, also ein Bild mit 480 Linien und 50/60 Vollbildern pro Sekunde. Augenscheinlich machen die 480 Zeilen Angst, allerdings ist das Bild qualitativ erheblich besser – wenngleich immer noch meilenweit von digitaler HD-Qualität entfernt und in meinen Augen immer noch schlicht unansehnlich. Und für das Komponentenkabel sind zusätzlich nochmal 15 bis 20 Euro fällig.

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