Ach, hätten sie doch nur die Klappe gehalten.

Bei der Durchsicht meines Videoarchives fällt mir auf, dass ich eigentlich bei keinem Film, den ich aus den Schnipseln schneiden könnte, im Abspann meinen Namen hinschreiben müsste. Andauernd hört man aus dem Off, wie mich jemand anquatscht. Gesteigert wird das von den Unverbesserlichen, die offenkundig merken, dass ich nicht reagiere, es einfach nochmal probieren. Und der Hit ist ein Ausschnitt, bei dem man am plötzlichen Gewackle des Bildes sehr schön sieht, dass jemand nach der zweiten Namensnennung dann einfach an meinem Ärmel rüttelt, an dessen Ende ich die Kamera geflanscht habe.

Ich verstehe nun nach über 10 Jahren, warum Kameraleute großen Wert darauf legen, vor und während einem Dreh keine sonderlich herzliche Beziehung mit den Drehopfern zu knüpfen. Sonst hätte man vermutlich andauernd so Sachen wie: „Darf es noch ein Stück Torte sein, Sie da an der Kamera?“

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