Viecher im Haus.

Irgendwie hat es mich früher richtiggehend gestört, wenn Fliegen oder gar Spinnen die Wohnung als Domizil zu betrachten schienen und ungeniert ihr Revier markierten. Heutzutage stört mich das kaum einen Meter mehr. Die Spinnen machen ihren Job, in dem sie die Fliegen fangen, die mich ansonsten nerven und da zwischen der Oberdecke meines Kopfes und der Decke noch mindestens 80 Zentimeter Luftraum steht, soll diesen Luftraum eben auch auf andere Weise genutzt werden, wenn ich ihn schon nicht brauchen kann. Wo kommen wir denn hin, wenn wir im Garten anfangen würden, beispielsweise einfliegenden Bienen die Flugberechtigung zu entziehen?

Deshalb übertreibe ich es jetzt auch (wenn man auf die Nachbarn hört) und biete sogar richtige Nistplätze, aktuell ein „Bienenhotel“ für Wildbienen, die nicht in einem Staat leben, sondern sich als Einsiedler versuchen. Diese Tiere werden völlig zu Unrecht mit ihren staatenbildenden Kollegen verglichen, denn Wildbienen sind eher friedliebend, stürzen sich nicht auf Süßes, stechen nicht und machen selten Massenkrawall. Dafür haben Sie in unserer modernen Welt Schwierigkeiten mit Nistplätzen, weshalb man hier problemlos nachhelfen kann:

So ein „Bienenhotel“ besteht aus einem massiven Klotz gebranntem Ton, der viele kleine Vertiefungen hat. In diese Vertiefungen legen Wildbienen ihre Brut und einen Haufen Futter, verkleben so eine Nisthöhle dann und im nächsten Frühjahr schlüpft die Nachfolgerschaft. Tut niemandem weh, braucht keine Pflege und ist eine sehr erstaunliche Sache. In meinem „Bienenhotel“ kamen die ersten Bewohner schon nach zwei Wochen (erkennbar an den bereits verschlossenen Höhlen).

Ein Gedanke zu „Viecher im Haus.

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