Eine Aktienorder seziert.

Jetzt wollte ich es aber dann doch mal genau wissen: Sieht man es tatsächlich, wenn ich in Echtzeit trade oder nicht? Kurzum: Ja, man sieht es. Und zwar überraschend deutlich. Um das zu beweisen, muss ich allerdings von einer kleinen Grundregel abweichen, nämlich über Geld sprechen. Zumindest indirekt, man sieht jedenfalls, was ich bezahlt habe.

In meinem Beispiel habe ich um 11:33 Uhr 100 Papiere meiner Hausbank gekauft. Da ich das genauer sehen wollte, bei der Wertpapierbörse Stuttgart, bei der bis dato heute schon 173 Stücke gehandelt wurden. In der so genannten „Tradermatrix“, das ist bei der Comdirect Bank ein Realtime-System, wurde der Kauf zwei Sekunden später sichtbar, in dem der Handelszähler auf 273 Stück sprang.

Im Handelsbuch der Wertpapierbörse Stuttgart war der Handel dann einige Minuten später auch ersichtlich. Der Kaufpreis pro Stück lag bei 8,14 Euro pro Stück, der Kurs ist daraufhin an der Wertpapierbörse Stuttgart auf 8,17 Euro gestiegen.

Selbstverständlich muss der Kursanstieg nicht unmittelbar mit meiner Order zusammenhängen. Allerdings ist im Gegenzug das Handelsvolumen für diese Aktie an diesem Tag in Stuttgart gering, der Handel deshalb überschaubar. Zudem gab es heute keine Nachrichten aus dem Hause.

Das ist letztendlich auch gar nicht der Punkt, denn ich will nur darstellen, dass Aktienkurse in der Tat direkte Pulsmessungen sind und Echtzeit-Order auch tatsächlich sichtbare Beeinflussungen auslösen können.

Ein Gedanke zu „Eine Aktienorder seziert.

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