Die moderne Seuche "Spaß-Mails".

Spaßeshalber habe ich mir mal das Problem von so genannten „Spaß-Mails“ angeschaut, also den vielleicht nett gemeinten, aber dennoch furchtbar unlustigen Versand von E-Mails mit angehängten Word-Dokumenten, Powerpoint-Folien oder gar ausführbaren Dateien.

Um es kurz zu fassen: Ich hasse sie abgrundtief. Solche Mails sind in der Regel megabyteweise groß, oft genug sind die Späßchen mehr als uralt und treffen deshalb gleich regelmäßig von allen möglichen Ecken und Enden ein. Sie vermüllen meine Mailbox, weil solche Inhalte ohne jegliches Lesen direkt in den Papierkorb kommen.

Und sie haben leider eine virulente, kaum zu kontrollierende Verbreitung. Vollziehen wir doch mal einen üblichen Weg nach:

Freund A schickt eine solche Spaßmail an 50 Freunde, natürlich alle als CC adressiert. Alle 50 Freunde erhalten diese Mails. Zwei von diesen 50 Freunden sind Freund B und Freund C. Auch sie haben lustiges auf Lager, nehmen die Mail von Freund A auf „Antworten“ und ballern ihre Späße ab. Und so weiter.

Das Problem ist jetzt: Wen schreibe ich an, um das zukünftig bitte zu unterlassen? Im Endeffekt müsste ich alle anschreiben, also auch die Mail von Freund A nehmen, auf „Antworten“ klicken und mich richtig schön unbeliebt machen.

Hochgradig scheußlich wird das alles, wenn auch noch weitergeleitet wird, möglicherweise sogar inline, so dass dann alle Empfängeradressen, die als CC adressiert waren, nun im Body der Mail stecken. Passiert das ein Weile regelmäßig – so wie beispielsweise bei den berühmt-berüchtigten Mails, in denen Postkarten an einen krebskranken Jungen geschickt werden sollen oder zu Knochemark-Typisierungen aufgerufen wird – macht die eigene Mailadresse teilweise jahrelang die große Wanderschaft durch abertausende Postfächer.

Ein hochgradig ärgerliches Problem, dessen Lösung in jedermanns Hand liegt. Finger weg von Massen-Weiterleitungen und Spaß-Mails!

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