Huch, ein paar IP-Adressen!

ICANN hat heute gestern in einer Pressemeldung verkündet, dass, wie der Zufall es will, doch noch ein großer IP-Adressblock für die IP-Adressvergabe zur Verfügung steht. Genau handelt es sich um 14.0.0.0/8, also ein „Class-A“-Netzwerk. Dieses Net-14 war bislang reserviert für andere Netzwerke, die mit dem Internet verbunden werden sollten. Sprich: Uralte Historie und schon seit Jahren schlicht ein geparkter Netzblock – wie übrigens noch weitere 43 (!) Netzblöcke in der gleichen Größe, die zu Urzeiten Firmen wie IBM und Daimler-Benz (inzwischen durch ständige Weitergabe der IT-Sparte gehörig zu T-Systems) vergeben wurden und die damit weitgehend nichts anfangen.

Keine Frage: Der Umstieg auf IPv6 ist sinnvoll. Je früher der Wechsel stattfindet, desto besser für das Internet und die zukünftige Adressvergabe. Das plötzliche Finden von Net-14 aber mit dem Spruch zu kommentieren, „man habe nun wieder etwas Luft zu atmen“, ist angesichts der noch riesigen Netzblöcke, die brachliegen, etwas seltsam. Wenn jetzt jede zukünftige Pressemeldung so geschrieben wird, wenn wieder plötzlich ein neues, altes Netzwerk aus der Schublade springt, macht das die Angelegenheit sicherlich nicht wenig prekärer.

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