Gern vergessen.

Kennt jemand dieses Gefühl? Man hat relativ komplexe Vorgänge mit lästigen Workflows oder einfach nur eine Information, die man nicht vergessen darf. Damit man sie nicht vergisst, schreibt man diese Dinge auf bzw. notiert akkurat und nachvollziehbar den Zwischenstand und darf es dann im Gedächtnis freigeben. Ein richtig schönes Gefühl: Man darf etwas vergessen. Muss nicht den halben Tag damit verbringen, es im Gedächtnis von einer Neurone in die nächste zu schieben. Ich finde das ein richtig befreiendes Gefühl, das bei richtig komplexen Dingen spürbar den Stresslevel senkt, wenn vielleicht auch nur subjektiv.

Ich bin inzwischen der festen Überzeugung, dass bei „denkenden“ Berufen ein nicht unerheblicher Teil des Stresses dadurch ausgelöst wird, dass man Dinge im Kopf behalten muss. Oder dass man Dinge notieren kann und man sich dann viel zu viel den Kopf darüber zerbricht, eine Ordnung zu halten oder diese Dinge später wieder zu finden.

Da kann es richtig Spaß machen, etwas zu vergessen. Und das schöne dabei ist, dass man das dann auch wirklich vergisst. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *