iPhone-Gewinnspiele – will man das?

In Anbetracht dessen, dass das iPhone mit seinen 400 Euro ja praktisch geschenkt gegenüber den Telefongebühren ist, die im Laufe der zwei Jahre Vertragszeit dazukommen, frage ich mich, ob man wirklich an den vielen Gewinnspielen teilnehmen möchte, in denen ein iPhone verlost wird und ausdrücklich im Kleingedruckten steht, dass im Gewinn die Vertragskosten nicht inkludiert sind.

Ich stelle mir da sehr plastisch einen Berufsgewinnspieler vor, Rentenalter, der nichts anderes zu tun hat, außer an Gewinnspielen teilzunehmen und der so ein iPhone gewinnt und sich dann im RTL-Mittagsmagazin öffentlich über den Wolf im Schafspelz beschwert, der ihm nun die monatliche Rente wegfrisst.

Jaja, ich gebe zu, das gehört zum Thema Apple-Bashing. Macht aber auch wirklich Spaß, den Beitrag zu sehen, wie heute morgen in Köln eine Horde T-Punktler und eine weitere Horde Reporter das Häufchen iPhone-Käufer dabei bewundert bzw. bedauert haben, wie sie freiwillig und unter Zeugen einen Wuchervertrag unterschreiben. I love it. 😉

10 Gedanken zu „iPhone-Gewinnspiele – will man das?

  1. Soooo der Wucher sind die Preise ja auch nicht. Bei o2 zahlt man für 100 Frei-Minuten- und SMS 20,-€ + 25,-€ für eine 5GB Internet-„FLAT“.
    Die 100 Minuten und 40 SMS bei T-Mobile würden mir auf jeden Fall reichen. Somit laufe ich auch nicht die Gefahr 39ct/Min für die Folgeminuten zu zahlen. Der Preis ist nämlich wirklich frech. 😉

  2. Ich finde die Tarife beim iPhone noch das kleinste Problem. In Verbindung mit einer EDGE-Flatrate, die neuesten Informationen zufolge auch nicht nach einer gewissen Menge gedrosselt wird, sowie einer Flatrate für die praktisch überall existierenden T-Online-WLAN-Hotspots ist das schon recht ok.

    Leider hat das iPhone selbst so intensive Macken, dass es eine Frechheit ist. Bspw. dass es nicht wirklich möglich ist, das iPhone über Bluetooth als Modem fürs Notebook zu verwenden ist völlig unverständlich. Dann macht es ja schon fast nichts mehr aus, dass es kein UMTS kann, was an sich auch eine Unverschämtheit ist.

    Dummerweise ist die ganze Bedienung und das Handling so sexy, dass ich es schon absolut verstehen kann, wenn man das iPhone mag.
    Für mich ist es aber dennoch nichts.

  3. SODL, bei O2 zahlt man ohne Handy (und das iPhone wird ja nicht subventioniert) nur 10 Euro für 100 Freiminuten und 100 Frei-SMS – weitere Analyse bei mir.

    39 Euro für Hotspots und Edge sind doch nicht ok, Timo. Das ist doch schon frech, gerade wenn man, wie du selbst feststellst, es nicht als Modem nutzen kann.

    Besim, ich würde das eher als T-Mobile-Bashing ablegen, da die Tarife vermutlich nicht von Apple vorgeschrieben werden.

  4. @Martin: Ok, nenne mir ein Alternativangebot, wo ich überall EDGE/UMTS und WLAN-Hotspots als Flatrate nutzen kann, bei einer ähnlichen Abdeckung mit Hotspots wie das T-Online hat (Flughäfen, Bahnhöfe, Restaurants, Plätze, im ICE).

  5. @Timo: Also ich finde die iPhone-Tarife schlicht und einfach brutal unverschämt und das deutlichste Zeichen dafür, dass gnadenlos abgezockt werden soll, komme was wolle. Es gibt genügend andere Gerätschaften, mit denen man ebenfalls im Web surfen, SMS schreiben und telefonieren kann und die nicht mit einem derartigen Knebelvertrag daherkommen. Den freien Markt durch eine derartig exklusive Vermarktung auszuschließen, ist in meinen Augen schon das Grundproblem, das eine derartige Abzockerei erst ermöglicht. Und das will man als Konsument wirklich nicht gut heißen.

    1600 Euro Mindestkosten für zwei Jahre und dann noch 400 Euro Telefon… mein lieber Schwan. Mein erster Telefonvertrag anno 1995 hat mich monatlich schlappe 50 Mark ohne laufende Gebühren gekostet und schon damals hatte man erkannt, dass mit solchen Brummern keine mobiltelefonierende Gesellschaft entstehen kann. Wenn man bedenkt, dass man mit 2000 Euro in Angola einer ganzen Altersgeneration von Jugendlichen eines Dorf die komplette Schulbildung bezahlen kann, will ich nie wieder etwas davon hören, dass Steve Jobs irgendetwas Tolles mit dieser Welt vorhat – er macht mit seiner i-Phobie nicht wirklich etwas anderes, als irgendwelche irren Religionsfundamentalisten mit kompletten, unaufgeklärten Gesellschaften, mit genau derselben Propagandamasche.

  6. @Besim: Wie gesagt, mich interessiert kein Gemecker oder der Vergleich zu Angolanischen Dörfern, sondern Alternativen zu diesem genannten Tarif. Selbst der superbillige BASE-Tarif kostet mit UMTS-Flatrate mal 50EUR.
    Dass es kein Schnäppchen ist, ist klar. Aber nenne mir bei T-Online einen Tarif, der erheblich billiger ist.

  7. Davon abgesehen wird exakt niemand auf der Welt dazu gezwungen, ein iPhone zu kaufen. Apple und T-Online verlangen so viel, weil sie es eben können. Sie verdienen sich dumm und dämlich damit.
    Ich würde das exakt genauso tun, hätte ich irgendwas im Angebot, das jeder haben will, egal ob es gut ist oder nicht.

  8. @Timo: Also bei dem philantropischen Hintergrundrauschen, den Jobs gerne auspackt, wenn er predigt, interessiert der Vergleich hier durchaus.

    Tarifberatung kann ich dir keine machen, ich zahle mit einem Firmenrahmenvertrag ein Bruchteil von dem, was landläufig als billig gilt. Und wenn man sich anschaut, wie bei solchen Geschäftskundenrahmenverträgen mit Preisen herumgeworfen wird, selbst wenn man ungeschickt verhandelt und über den Rahmenvertrag seinen privaten Vertrag andocken kann, ist das ein Grund mehr, eigentlich gar nichts mehr in Telefonläden zu kaufen.

  9. Hi @ Besim: Das iPhone kostet im günstigsten Tarif 1600 Euro für 2 Jahre: 400 Euro iPhone + 24 x 50 Euro (=1200 Euro) Monatsgebühren.

    Und: hast Du das Teil mal in der Hand gehabt und bedient ? – DAS kann IMHO kein anderes Gerät so GEIL (jaja, ich weiß ich bein dem Apfelvirus verfallen)… 🙂

    ICH jedenfalls freue mich auf Mai – dann läuft mein Vertrag bei Sauerstoff aus 😉

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