Bye bye PGP and welcome GnuPG.

Es stand schon länger auf meiner To-Do-Liste, heute nun musste PGP nun daran glauben und sich von der Festplatte meines privaten Rechners wegschleichen. Vorbei ist es. Den letzten Ansporn gab es gestern, als sich doch tatsächlich die Firma PGP Inc. herabmühte, mir eine Einladung zur SYSTEMS zu schicken. Man dürfe sich bei PGP in der Lounge breitmachen und „wirklich hervorragenden Kaffee“ trinken und abends, falls man das Oktoberfest verpasst habe, mal ordentlich bei PGP Inc. einen wegsaufen und das auch noch aus PGP-Krügen.

Dabei würde es auch vollkommen genügen, wenn die Firma PGP es endlich mal auf die Reihe bekäme, eine 64-Bit-Version ihres Desktopclients zu programmieren. Seit gut zwei Jahren benutze ich in der Firma 64-Bit-Betriebssysteme und noch nie ist PGP Desktop dort wirklich gut gelaufen. Andauernd gab es tolle Meldungen vom Client, dass die Benutzung unter einem 64-Bit-Betriebssystem mit der vorliegenden Version nicht gut sei und man Datenverlust erleiden könnte. Ein eilig letztes Jahr hinterhergeschobenes Update verweigerte dann gar komplett die Installation in 64-Bit-Umgebungen.

Das richtig erbärmliche an PGP ist jedoch der Support im PGP-Forum, der das Problem seit Jahren klar erkannt hat und sich kaum dümmlich vorkommt, bei jeder Anfrage im gleichen Thread genau diesselbe Antwort zu liefern: „Zur Zeit gibt es keine 64-Bit-Version des Desktopclients. Man könnte aber pauschal nicht sagen, dass PGP Inc. die 64-Bit-Welt übersehen würden, denn der PGP-Kommandozeilen-Client ist 64-Bit-fähig.“ Na super, Jungs. So funktioniert die Welt aber nicht.

Ergo: Es ist soweit, PGP wird nach zehn Jahren bei mir ausgemottet und gegen GnuPG und der Oberfläche WinPT ausgetauscht. Und das funktioniert auch soweit gut, denn ich habe nun beides auf meiner Speicherkarte untergebracht und habe es nun auch noch mobil. Und weil das nun so prächtig lief und ich ein ziemlich nachtretender Mensch sein kann, wenn man mich zu veräppeln versucht, werde ich dem GnuPG-Projekt eine Geldspende anheischen. Und meinem Chef untersagen, bei PGP auch nur einen Prospekt mitzunehmen.

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