Leichengeruch …

… ist der wirklich ziemlich furchtbarste Geruch, den man so riechen kann. Ich wunderte mich schon Mitte der Woche, welche Gerüche mein an sich nagelneues Dienstfahrzeug so umrundeten. Zuerst dachte ich, dass irgendwo ein ziemlich saftiger Hundehaufen vor sich hingammeln musste, allerdings wurde der Gestank immer schlimmer … SCHLIMMER.

Gestern nachmittag überkam mich dann der dringende Verdacht, dass da eventuell etwas unter der Motorhaube vor sich hinwelkte. Der Verdacht, dem ich umgehend auf dem Firmenparkplatz mit unserem Firmenkapitän nachging, bestätigte das dann: Auf dem Motorblock lagen diverse, nicht mehr zu identifizierende Körperteile und Skelettteile, der Gestank kaum noch zu überbieten. Ein Anruf bei unserem Lieblingsautohaus ließ dort die Alarmglocken schrillen, ich möge doch bitte gleich morgen früh in der Werkstatt vorstellig werden, weil man bei Tierbefall unter der Motorhaube so ziemlich alles an Unglück haben kann, was die moderne Autotechnik so bietet.

Nachdem heute morgen dann der Chef de Partie die Leichenteile höchstpersönlich entfernte und den Motorraum „auskärcherte“, ist jetzt zumindest der gröbste Gestank hinfort, allerdings ist es erstaunlich, wie nachhaltig die Dämpfe in der Nase bleiben. Mutter Natur hat sich bei Leichengeruch als Warnsignal, die Finger vom Verursacher zu lassen, wirklich nicht lumpen lassen.

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