HomePlug

Seit einigen Wochen habe ich der bisher eher lästigen und vor allem teuren Inhouse-Verkabelung im Privathaus mit Ethernet den Kampf angesagt und setze Powerline-Adapter nach dem HomePlug-Standard ein, die ein Netzwerk über das normale Stromnetz bilden. Und ich muss sagen: Es funktioniert absolut idiotensicher. In meinem Fall sind es zwei Powerline-Adapter von Zyxel, genau die Modelle PL-100, die noch mit einem frühen HomePlug-Standard etwa 80 Megabit/Sekunde übertragen können.

Das Installieren ist ein Einfachheit nicht zu überbieten. Auspacken und Stecker rein. Das erste Gerät im Stromnetz bildet den „Server“ im Netzwerk sendet ein elektronisches Leuchtfeuer aus. So bald ein weiteres Gerät ins Netz dazukommt, empfängt es dieses Leuchtfeuer und beide bilden sofort ein Netzwerk. Die Netzwerkstruktur ist busförmig, das heißt, dass alle Geräte logisch hintereinander geschaltet sind. Die Datenübertragung selbst erfolgt durch Modulation der Information auf die Netzfrequenz, die jedoch (theoretisch) nur bis zum Stromzähler reichen soll und nicht in das öffentliche Stromnetz übergeht.

So bald mindestens zwei Powerline-Adapter ein Netzwerk gebildet haben, können an beide jeweils Netzwerkgeräte angeschlossen werden. An einem Adapter hängt mein DSL-Router, der per DHCP IP-Adressen vergibt. Am anderen mein PC, der sogleich über die Strecke auch artig seine IP-Adresse bezieht und funktioniert.

Die Bandbreite wird mit dem herkömmlichen HomePlug-Standard mit 80 Megabit pro Sekunde angegeben, das sind natürlich Laborwerte. Bei mir zu Hause mit einem nagelneuen Stromnetz ist der Durchsatz jedoch bei über 70 Megabit/Sekunde. Im Vergleich zu anderen Übertragungstechniken wie z.B. WLAN ist das ein phänomenal geringer Verlust. Eine Stufe weiter geht „HomePlug AV“ mit einer theoretischen Bandbreite von 200 Megabit pro Sekunde.

Alles in allem ist HomePlug eine zuverlässige Technologie, die einem viel Verkabelungsarbeit erspart und genau die Flexibilität des normalen Stromnetzes eines Hauses liefert. Sie ersetzt durch die busförmige Topologie zwar keinesfalls ein industrielles LAN, ist aber für Netzstrukturen im privaten Umfeld eine bestechend gute Lösung.

Was mich aber wirklich überrascht, ist die absolute

2 Gedanken zu „HomePlug

  1. Wieviele Geräte kann man denn mit diesem System in einem Haushalt vernetzen? Gibt es Grenzen? oder werde diese durch die Anzahl der Steckdosen gesetzt?
    Insgesamt 16 Geräte, wobei zu beachten ist, dass das Netzwerk busförmig ist, d.h. alle Geräte sich die Bandbreite teilen müssen. Wenn also beispielsweise drei HDTV-Streams gleichzeitig laufen, wird die gemeinsame Bandbreite durchaus knapp.

  2. Ich finde das HomePlug-Zeugs auch sehr spannend. Ich persönlich bevorzuge WLan, weil man da doch etwas flexibler ist (und aber auch erheblich langsamer), aber für stationäre Rechner ist das optimal.

    Dein Text endet allerdings etwas abrupt 😉

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